Über mich

Pferde und Reiten begleiten mich schon immer.

titel_web

 

Ich kam, wie viele Kinder und Jugendliche, ganz normal in einem Reitverein zum Reiten. Ich verbrachte aber nicht nur einen Reitnachmittag in der Woche dort, sondern meine gesamte Freizeit. Die Futterkrippen der Schulpferde saubermachen war das Grösste, Hauptsache ich war im Stall. Nachdem ich kein eigenes Pferd hatte, und auch keines in Aussicht war, sah ich zu, dass ich jede Gelegenheit wahrnahm, um aufs Pferd zu kommen. Dadurch lernte ich, mich auf viele verschiedene Pferde einzustellen und das, gepaart mit einer guten Portion Gefühl, bescherte mir, dass ich junge und „schwierige“ Pferde reiten durfte. Für die hatte ich ein „Händchen“.

 

Es folgte die Ausbildung zum Reitwart (FN) und 3 Jahre später die Ausbildung zum FN-Amateurreitlehrer im Haupt- und Landgestüt Marbach. Ich unterrichtete im Reitverein, ritt junge Pferde an, bildete sie aus, und unterwies deren Besitzer, bis Pferd und Reiter so weit waren, dass sie auf einer guten und reellen Grundlage allein weiterarbeiten können.

Die Reitlehrer Hans Biener und Karl Anich (Reitverein Ulm/Neu-Ulm) und Karl Single (Haupt- und Landgestüt Marbach) prägten mich reiterlich und persönlich auf eine von mir höchst geschätzte Art und Weise. Was deren Wissen, Wirken, Sein und Tun bei mir auslöste, wird mir jetzt immer mehr bewusst. Ich bedanke mich hierfür!

Vom ersten selbst verdienten Geld kaufe ich mir ein erstes eigenes Pferd, welches ich einschläfern lassen musste, als es erst 7 Jahre alt war. Das ist jetzt 25 Jahre her, damals wusste ich noch nicht, was es alles für Heilungsmöglichkeiten gibt. Ich hatte alles getan, was mir zu dieser Zeit möglich war.

Daraufhin kaufte ich ein gutes Fohlen, um nochmal im Turniersport „angreifen“ zu können. Ich holte die Stute namens „Farina“ mit 3,5 Jahren vom Züchter zu mir in den Stall und begann sie ganz ganz langsam anzulongieren und anzureiten.

Ein paar Wochen nachdem sie bei mir eingezogen war, hatte sie einen Unfall am Waschplatz. Sie war angebunden, hat sich erschrocken und sich in Halfter und Strick gehängt. Der Klassiker. Dann zog sie am Strick wie irr und ließ sich vor lauter Panik fallen. Ihr  Körper lag am Boden, sie hing noch im Halfter; Kopf und Hals waren also angebunden und der Rumpf lag verdreht am Boden. Es war ein Drama, weder das Halfter ging kaputt, noch der Panikhaken ging auf.

Nach einer gefühlten Ewigkeit konnte ich sie aus der Situation befreien. Zuerst sah es so aus, als sei nichts Schlimmes passiert. Sie stand auf und schüttelte sich. Bis auf ein paar kleine Abschürfungen war alles vermeintlich ok; aber das täuschte.

Sie bekam am nächsten Tag dicke Beine; vom Kronrand bis hoch zum Rumpf total angeschwollen, alle Viere. Sie hatte dicke Augen und war lethargisch. Sie hatte Fieber und war im Bewegungsablauf eingeschränkt. Ich holte natürlich sofort den Tierarzt. Der stellte fest, dass kein Organ richtig funktioniert und gab ihr Medikamente. Sie erholte sich etwas, war aber ganz weit weg von fit und gesund.

Ich holte mir Fachleute in den Stall, fuhr mit dem Pferd von Klinik zu Klinik um Rat und Hilfe einzuholen und sie behandeln zu lassen, leider erfolglos. Die Diagnosen waren schwammig, ein bisschen hier, ein bisschen da, nichts konkretes; und nichts, was den offensichtlich schlechten Zustand des Pferdes erklären würde.

Dann fand ein Professor in einer Klinik die Grund-Ursache der verschiedenen Symptome und brachte die niederschmetternde Nachricht: Haarrisse/Fissuren in der Brustwirbelsäule, Bereich Widerrist. Der ganze Brustkorb war stark beeinträchtigt (stumpfes Trauma wie oft nach solchen Unfällen) und somit auch die Organe, die sich darin befinden, wie Herz und Lunge. Ebenso alle anderen Organe.

Er riet mir, das Pferd einschläfern zu lassen: „Die wird nicht mehr gesund“.

„Oh nein, nicht schon wieder“ dachte ich. Zuerst war ich frustriert und wollte aufgeben. Dann aber kam zum Einen der Widder-Kampfgeist in mir hoch; und zum Anderen hatte ich das Gefühl, dass das nicht nochmal so enden kann und darf.

Ich nahm meine Stute mit nach Hause und habe ihr alle möglichen Therapien angedeihen lassen:

Schulmedizin, Akupunktur, Osteopathie, Chiropraxis, Magnetfeld, Homöopathie, Nahrungsergänzung und so weiter und so fort. Manche Maßnahmen halfen ein bisschen, mal länger anhaltend, mal ein paar Tage, manches trug nicht zur Verbesserung bei.

Ich pendelte weiter zwischen Hoffnung und Frustration, bis mein Hufpfleger sagte: Da würde ich mal eine APM-Behandlung machen lassen.

Hä? APM? Kenn ich nicht. Ich machte mich schlau im Internet. Was die Therapie alles kann klang gut, aber ich bekam keinen solchen Therapeuten her, es gab keinen in meiner Gegend.

Auf der Penzel-Website stand aber, dass man das selber lernen kann. Gelesen, getan: Ich meldete mich zu einem ersten APM-Kurs für Pferde an.

Und das war meine ganz persönliche Offenbarung! Mit offenen Ohren in dem Kurs sitzend dachte, bzw. fühlte und WUSSTE ich: Wenn das stimmt, was der Typ da vorne am Pult erzählt, dann ist mein Pferd gerettet und es verändert mein Leben.

Und es stimmte 🙂

Zu Hause angekommen wandte ich das Gelernte bei meiner Stute an und es funktionierte. Nach und nach ging es ihr besser und besser – und besser! Die Organe erholten sich, ihr gesamter Zustand verbesserte sich; sie wurde fitter, schlanker, schöner, glänzender; sie bewegte sich besser und bekam wieder Kondition. Sie war ganz klar auf dem Weg der Genesung.

Ich beendete die APM-Ausbildung und fing an, auch „fremde“ Pferde zu behandeln. Mit dem gleichen Erfolg wie meine Stute. Ich stellte fest, dass die Pferde, die ich eh in meinen Händen hatte, sei es beim Reitunterricht oder in Beritt, durch die APM-Behandlungen rittiger und lockerer wurden. Sie bewegten sich besser und wurden geschmeidiger. Sogenannte „Rittigkeitsprobleme“ lösten sich auf.

Ich war – und bin –  wirklich begeistert und beseelt von dieser Art von Therapie. Übrigens, mein APM-Ausbilder, Felix Eberle, ist auch einer der Menschen die ich im höchsten Maß schätze und die mich geprägt haben, vielen Dank dafür!

Ich absolvierte noch die Organetik-Ausbildung und fühle mich mit diesen beiden, sich super ergänzenden Therapieformen, bestens ausgerüstet für sogenannte „Krankheiten“ aller Art.

Ich bin in meiner Lebensaufgabe angekommen. Pferden helfen heisst sie. Energie- und Informationsmedizin ist mein Steckenpferd. Gute Gebrauchsreiterei ist mein Lieblingsgebiet.  Ich liebe was ich tue und helfe sehr vielen Pferden damit. Das erfüllt mich und macht mich froh und glücklich. Danke an das Leben!

Ach übrigens: Meine wunderbare Stute und Lehrmeisterin „Farina“ wird demnächst 22 Jahre alt, erfreut sich bester Gesundheit und wir reiten mehrmals die Woche 🙂 Ich verdanke ihr einfach Alles…

Mein pferdischer „Lebenslauf“ in  Kürze:

  • 1995 Ausbildung zum Reitwart FN im Haupt- und Landgestüt Marbach
  • 1998 Ausbildung zum FN-Amateurreitlehrer im Haupt- und Landgestüt Marbach
  • 2002 – 2003 Ausbildung zur APM Therapeutin für Pferde (Europäische Penzel Akademie)
  • 2003 – Ausbildung zur Organetik Therapeutin (Organo SL)
  • immer wieder Fortbildungen und Schulungen in Traditioneller Chinesischer Medizin bei Claude Diolosa, Avicienna Institut
  • 2009 – Ausbildung zum Test Ride Facilitator für Balance Sättel (Balance International)
  • 2012 – Ausbildung zum Pferde Ergonom bei Jochen Schleese (Berufsreiterverband – Saddle fit for life)

Ich schaue weit über den Tellerrand, lasse mich von Vielem inspirieren und wenn ich es für sinnvoll halte integriere ich es in meine Arbeit.

Persönliches

Jahrgang 1969, direkt, humorvoll, pferdeverliebt, mit beiden Beinen auf der Erde stehend und trotzdem mit dem nicht Sichtbaren verbunden