Schulmedizinische Diagnostik ist wichtig. Ich schätze die Schulmedizin, ich bin froh dass es sie gibt und ich nutze sie, wenn es nötig ist, selbst. Nicht oft aber manchmal.

Oft ist die Aussage von Tierärzten: „Da kann man nichts machen, das tritt jetzt immer auf wenn es warm wird (oder wenn es regnet oder wenn es kalt wird oder oder oder)“. Eine andere Aussage ist: „Das ist chronisch, das bleibt.“ Manchmal sogar: „Stell dich drauf ein, das wird kontinuierlich schlechter.“

Sowas macht mich total wütend!
Denn es stellt etwas als unwiderrufliche Gegebenheit hin.

Kann man nichts machen. Ist halt so.

Wir kennen das von den Menschenärzten auch: Erstens gibt es bei gleichen Symptomen oft völlig unterschiedliche Diagnosen und Sichtweisen, ob und wie therapiert werden kann. Zweitens ist einem nicht damit geholfen, wenn einen ein Doktor vermeintlich allwissend vor vollendete Tatsachen stellt. Und drittens schauen Ärzte durch ihre schulmedizinische Brille, und die ist gerade bei der Gesundheit lange nicht der Weisheit letzter Schluss.

Tut eurem Pferd also bitte den Gefallen und kümmert euch aktiv um seine Gesundheit. Auch als Laie könnt ihr jede Menge tun.

Einflussfaktoren wahrnehmen

Sehr viele Faktoren haben Einfluss auf die Gesundheit deines Pferdes:

  • die Fütterung
  • die Haltung
  • die Hufstellung
  • Sattel und Ausrüstung
  • wie wird das Pferd geritten (trainiert)?
  • wie bewegt es sich (Bewegungsanalayse)?
  • und auch die sozialen und emotionalen Komponenten durch dich, durch Atmosphäre im Stall, durch die Pferdekumpel

Diese Faktoren sind nun aus zwei Richtungen zu sehen:

Einerseits können Sie ursächlich oder zuträglich für eine Krankheit sein.

Andererseits können Sie zuträglich für die Genesung und Widerstandskraft sein.

Ein Lebewesen ist nun mal keine Maschine, wo EIN isoliertes „Teil“ gestört ist. Wenn wir krank sind, spielt alles ineinander.  Bei Pferden ist es genauso!

Meiner Meinung und meiner Erfahrung nach, kann man aber mit der richtigen Therapie UND dem richtigen Management die meisten Erkrankungen deutlich verbessern (sogar die chronischen), wenn nicht sogar völlige Genesung herstellen.

Sich informieren

Wissen ist Macht. Informiert euch selbst. Setzt euch mit der Erkrankung eures Pferdes auseinander, das Internet gibt einen Haufen Informationen her. Natürlich könnt ihr hier nicht alles für bare Münze nehmen; aber den Großteil der Informationen kann man verwerten.

Denkt EINFACH UND LOGISCH, dann versteht ihr die Zusammenhänge und müsst euch nicht nur auf die schulmedizinische Meinung verlassen. Wenn ich meinen Kunden einfache Zusammenhänge erkläre, warum ein „Problem“ so ist wie es ist, dann verstehen das selbst unerfahrene Pferdehalter. Sie sagen – „ja klar, ist logisch“. Sie hätten nur hinschauen müssen…

Ein wichtiger Faktor daran ist, dass ihr euch dadurch in die Lage versetzt, den Fachleuten die richtigen Fragen zu stellen, zum Beispiel eurem Tierarzt und eurem Therapeuten und Trainer.

Stärkt eurer Pferd!

Zum einen könnt ihr selbst viel dafür tun, um euer Pferd widerstandsfähiger zu machen. Kümmert euch darum, die Einflussfaktoren so gut wie es nur geht aufzustellen.

  • optimale und ausreichende Fütterung
  • viel viel viel Bewegung
  • ausgeklügelte Herdenzusammenstellung
  • gute Hufbearbeitung
  • gutes Training
  • richtige Ausrüstung

Und: Zieht sogenannte „alternative Therapien“ in Erwägung. Sucht euch hier einen erfahrenen guten Therapeuten, der euch seine ehrliche Meinung und Einschätzung gibt.

Achtung: Auch hier gibt es gute und weniger gute Therapeuten. Ich für meinen Teil finde es wichtig, dass die Pferdetherapeuten gestandene Pferdemenschen sind. Erfahrung, ein guter bodenständiger Blick und eine gute Einschätzung der gesamten Situation sind durch nichts zu ersetzen.

Und ich finde es wichtig, dass euch euer Therapeut anfangs an die Hand nimmt – euch aber dann immer weiter in die Lage versetzt, alleine klar zu kommen! Mit allem was dazu gehört. Wenn ihr einen Tierarzt habt, der offen und zugänglich ist, wird er euch bei dem Prozess begleiten und euch unterstützen. Vielleicht hat er auch eine Empfehlung für euch.

Es ist gut wenn ihr einen Tierarzt habt, der offen ist für das, was ihr zur Verbesserung der Situation macht, und immer wieder überprüft, ob alles in die richtige Richtung geht. Viele Pferdebesitzer haben aber einen guten Blick und ein gutes Gefühl dafür, ob sie und ihr Pferd mit der jeweiligen Therapie auf dem richtigen Weg sind.

Eigenverantwortung – gepaart mit einer guten Portion Neugier, Gefühl, einem offenen Blick und dem Willen, sich Wissen anzueignen und das Wissen umzusetzen, ist der Schlüssel. MACHT EUCH SELBST SCHLAU, das macht euch unabhängig von Mainstream Meinungen und von veralteten Meinungen.

FÜR EUER PFERD 🙂

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